Ps 96,7-13; Hes 34,1-35,15; Joh 10,1-42

Psalm: Ein vielleicht nicht ganz geglücktes Sprachbild: „es sollen jauchzen alle Bäume im Wald“.

Hesekiel: Das bemerkenswerte bei Hesekiel ist, dass er mit vielen und großen Metaphern arbeitet, die oft aus der Lebenswirklichkeit der Menschen zu stammen scheinen. Heute geht es „gegen die Hirten Israels“ und in bekannten Bildern wird der ’schlechte Hirte‘ dem ‚guten Hirten‘ gegenüber gestellt, sicherlich etwas, was ohne große Probleme begriffen und nachvollzogen werden konnte. Dann noch „gegen das Gebirge Seir und weissage gegen Edom“.

Johannes: Auch in diesen Abschnitt spielt der Hirte eine große Rolle. Ein etwas schräges Gleichnis von Jesu, dass er dann auch gleich  noch erklären muss mit der zentralen Aussagen: „Ich bin der gute Hirte.“ Dann ein Gespräch zur Zeit des Festes der Tempelweihe. Man fragt ihn, ob er Christus ist – und er antwortet ’natürlich‘ nicht mit ‚Ja‘ sondern geht in die Offensive: „Ich habe es euch gesagt und ihr glaubt nicht“. Daher: „ihr seid nicht von meinen Schafen“. Und um das Fass auch noch für die Juden voll zumachen: „ich und der Vater sind eins.“ Das ist reine Provokation für die Juden, also greifen sie zu den Steinen. Bevor sie jedoch werfen können kommt die geschickte frage, um wessen „guten Werkes will“ man ihn den steinigen will. Das täten sie nicht, sondern weil er sich selbst zu Gott macht. Seine Erwiderung würde man heute ‚jesuitisch‘ nennen und ist wenig überzeugend.

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