Ps 90,1-10; Pred 3,1-4,16; Mt 6,19-34 | Weish 5,15-7,21

Psalm: Ein Psalm Moses – angeblich, wie ich mal hinzufügen will. Es geht um die Zeit. Für den Herrn: „Denn tausend Jahre sind vor dir / wie der Tag, der gestern vergangen ist“. Für den Sterblichen: „wir bingen unsre Jahre zu wie ein Geschwätz. // Unser leben währet siebzig Jahre / und wenn’s hoch kommt, so sind’s achtzig Jahre // und was daran köstlich scheint, / ist doch nur vergebliche Mühe“. Passt ja ganz gut zum Prediger-Text gestern.

Prediger: Der Abschnitt, wie Psalm heute, der Zeit gewidmet. „Ein jegliches hat seine Zeit“ hebt er an und zählt dann wie pflanzen, ausreißen, Steine werfen, Steine sammeln, reden, schweigen, … . Aber während für den Menschen die Zeit endlich ist – und voller Mühe und Plagen – so ist sie für Gott ewig. Etwas übertrieben wird formuliert: „und der Mensch hat nichts voraus vor dem Vieh, denn es ist alles eitel“, was ja jetzt dem Schöpfungsakt vom Herrn … . Gegen Ende noch eine Art Aufruf für „zu zweien als allein“ zu sein, denn, u.a., „wenn zwei beieinander liegen, wärmen sie sich“.

Matthäus: Der wahre Reichtum liegt in einem selbst, was soll man da noch Reichtümer anhäufen? So die Grundfrage, denn: „Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch“. Würde man diesen Text absolut verstehen, dann wäre es mit der Selbstverantwortung aber äußerst schlecht bestellt. Hier kann nur gemeint sein nicht das Irdische sonder Geistige zu suchen, zu finden und zu behalten.

Weisheit: Die Hoffnung ist für den Gottlosen Staub, der Gerechte wird ewig leben. Dann eine Ansprache an die Könige, dass sie nach Gott handeln sollen, denn „die Gewaltigen werden mit Gewalt zur Rechenschaft gezogen“. Zudem, man solle nach der Weisheit suchen, was aber so schwer nicht sein kann, denn „sie geht umher und sucht, wer ihrer wert ist“. Salomo gibt sich erstmal als normaler Mensch – „im Mutterleib zehn Monate gebildet … aus Mannessamen und der Lust, die im Beischlaf dazukam“ – und erklärt dann, wie er zur Weisheit gekommen ist. Um Weisheit (was teilweise mit Wissen gleichgesetzt wohl wird) ist der Herr notwendig, der führt einen auf den richtigen Weg und gibt sichere Erkenntnis bspw. beim Wirken der Elemente (= Physik), die Gedanken der Menschen (=Psychologie), die Natur der Tiere (= Zoologie).

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