Ps 74,1-9; Est 3,1-5,14; Mt 10,26b-42 | Tob 4,1-6,23

Psalm: Eine Unterweisung. „Deine Wiedersacher brüllen in deinem Hause / und stellen Zeichen darin auf“. Kommt mir bekannt vor – bloß woher?

Ester: Ein paar Änderung von Orten und der Grund vielleicht auch noch – und schwupps hätte man ein neues Märchen der Brüder Grimm. Ahasveros erhebt Haman über alle Fürsten. Man muss die Knie vor ihm beugen – alle tun’s, nur Mordechai nicht. Das bringt Haman auf die Palme, aber so, dass er nicht nur ihn sondern gleich alle Juden erschlagen will. Also verhandelt er mit dem König, der dafür noch Geld bekommt. Und gibt es bald einen Erlass „man solle vertilgen, töten und umbringen alle Juden, Jung und Alt, Kinder und Frauen, auf einen Tag, nämlich am dreizehnten Tag des zwölften Monats“. Man trägt ihn ins Land hinaus. Mordechai ist am Verzweifeln, wirft sich in Sack und Asche und nimmt Kontakt mit Ester auf. Die überwindet ein Verbot – nämlich das sich niemand einfach zum König kommen darf, auch sie als Königin nicht – und geht zum König, der Gnade vor Recht gelten lässt. Er bietet ihr von sich aus gleich mal die Hälfte des Reichtums an, einfach so, sie wünscht sich aber ein Essen mit ihm und Haman. Das wird bereitwillig erlaubt und Haman geht fröhlich nach Hause, berichtet von der besonderen Ehre und findet noch Zeit, einen Galgen errichten zu lassen, den morgen soll es dann Mordechai endgültig an die Gurgel gehen.

Matthäus: Weitere Ermahnungen alle im Sinne folgender Kernstelle: „Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater“. Und das folgende Zitat kommt nur wenige Zeilen später, die korrekte Angabe wäre Mt, 10,34, und da heißt es doch tatsächlich: „Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert.“ Wer das jetzt wörtlich verstehen will … . Gemeint ist, dass der Glaube Familien und Gesellschaft teilen wird (interessant, heute ist ja Reformationstag), da die einen glauben, die anderen nicht. Und Jesus fordert mehrfach unbedingte Gefolgschaft – und das nicht nur für die Jünger.

Tobias: Tobias, der alte, meint sterben zu müssen, ruft Tobias, den jungen, zu sich, dann das mündliche Vermächtnis. Helfe Bedürftigen, hüte dich „vor aller Hurerei“ und: „Was du nicht willst, das man dir tut, das füg auch keinem anderen zu.“ (Ich habe es nicht gewusst, dass das in der Bibel steht.) Dann gibt es noch einen Schuldschein, den Tobias einlösen soll. Da der Weg weit, will er sich einen Begleiter suchen, der, zufälligerweise, direkt vor der Tür steht, Asarja. Der ist natürlich der Erzengel Raphael. Sie ziehen los. Am Ende des ersten Tages greift ein Fisch Tobias an. Asarja befiehlt ihn herauszuholen, und Herz und Galle sowie die Leber aufzubewahren, den Rest zu verspeisen bzw. haltbar zu machen. Zufällig ist das auch der Ort, wo Sara lebt. Asarja befiehlt Tobias sie zu heiraten, der hat natürlich Angst, der achte zu sein. Aber es gib ein Gegenmittel. Ersten nach der Hochzeit sie drei Tage nicht berühren, dann Leber auf den glühenden Kohlen verbrennen, was die bösen Geister vertreibt, in der zweiten Nacht gibt es dann die Verheißungen der heiligen Patriarchen und in der dritten Nacht wird er Segen erlangen. Und wenn die vorüber ist, dann darf er sich „mit der Jungfrau verbinden“, aber „in der Furcht des Herrn, mehr aus Liebe zu den Kindern als aus Lust“.

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