Ps 78,32-39; Hiob 20,1-21,34; Mt 17,22-18,14 | Sir 41,1-43,37

Psalm: Siehe gestern. Sie sündigen, aber der Herr vergibt.

Hiob: Dieses Buch hatte ich mich komplett anders vorgestellt als Rede und Gegenrede, wobei ich den Verdacht einfach nicht loswerde, dass die beiden Seiten gerne aneinander vorbeireden und das deswegen tun, um ihre Aussagen sprachlich reich ausschmücken zu können. Schon wieder wird ausführlich und bildreich beschrieben, diesmal von Zofar von Naama, wie es denn Gottlosen ergeht. Ist das eine Übung für ‚Thema mit Variationen‘? Ich sehe jedenfalls nur wenig an echten jeweiligen ‚Gegenargumenten‘. Heute immerhin das dann von Hiob – das er aber auch schon vor einigen Seiten hätte bringen können: „Warum bleiben die Gottlosen am Leben, werden alt und nehmen zu an Kraft?“ wo doch überall ausführlich beschrieben wird, wie sie schwinden und vergehen.

Matthäus: Ein Abschnitt, der den Theologen wohl einiges Kopfzerbrechen bereitet hat. Am einfachsten noch, dass man Steuern zahlen soll. Auch noch einfach, dass man nicht verführen soll, erst recht nicht Kinder (und das ist nicht nur in sexueller Hinsicht gedacht). Schwierig wird es aber an der Stelle, an der es heißt: „Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich zum Abfall verführt, so hau sie ab und wirf sie von dir.“ Das gleiche mit dem Auge. Auch wenn Jesus sagt, es sei besser dann verkrüppelt zu sein, ist es aber doch dem Christen verboten, den geschenkten Leib zu schänden. Und wo bleibt da die Verzeihung? Vor allem, weil im Anschluss sofort dieses Gleichnis mit dem einen verlorenen Schaft, das wiedergefunden wird, kommt. Genau gelesen und bös ausgelegt, könnte man auch da interpretieren, nur der Vollkommene hat Chance, oder der, der sich unschuldig (!) verirrte oder unschuldig (!) verführt worden ist. Aber ich vermute, dieses Interpretation hauen mir alle Theologen aber so was von um die Ohren.

Sirach: Wie es aussieht die letzten Seiten der ‚Anleitung zum Gutmenschentum‘, denn der zweite Teil ist mit „Väter Israels“ überschrieben. Der Abschnitt vom rechten und falschen Schämen ist so eine Mischung aus: Ja, kann man so sehen und: Nein, das ist Gängelung. – „Sieh dich nicht um nach schönen Menschen, und suche nicht die Gesellschaft von Frauen.“ – „Sieh den Regenbogen an und lobe den, der ihn gemacht hat!

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