Ps 86,1-10; Joel 1,1-2,27; Offb 2,1-29 | 2. Makk 9,10-10,38

Psalm: Mal wieder ein Fleh-Psalm, aber einer der stilleren Sorte. Beginnt mit „Herr, neige deine Ohren und erhöre mich“. ‚Still‘ wegen solcher Formulierungen: „Vernimm, Herr, mein Gebet, / und merke auf die Stimme meines Felehens!. // In der Not rufe ich dich an; / du wolltest mich erhören!“.

Joel: Über diese kleine Prophetenschrift – morgen bin ich schon mit ihr durch – weiß die Erklärungsbibel kaum was zu berichten, denn so genau weiß man nix. Starker Text! Eine Art Beschwörung vor dem jüngsten Tag. Wer jetzt nicht weint und klagt und den Herrn um Gnade bittet, der hat verloren. Und so gibt es eine Menge metaphorische Aufrufe: „Wacht auf, ihr Trunkenen, und weint und heult, alle Weinsäufer, um den süßen Wein; denn er ist euch vor eurem Munde weggenommen“ oder „Heult wie eine Jungfrau“ oder „Umgürtet euch und klagt, ihr Priester, heult ihr Diener des Altars!“. Da wird jedenfalls mächtig ein Schreckenszenario aufgebaut und … logisch … dann aber wird einkassiert, denn: „Fürchte dich nicht, liebes Land, sondern sie fröhlich und getrost; denn der Herr kann auch Gewaltiges tun“ im für das Volk positivem Sinne. Zuckerbrot und Peitsche – nicht das erste Mal.

Offenbarung: Es sind Aufrufe an die Gemeinden in Ephesus, Smyrna, Pergamon und Thyatria (wo auch immer das liegt). Didaktisch sehr geschickt. Erst wird gelobt, was die Gemeinde gut macht oder was sie aushält und dann gibt es eine recht konkrete Ermahnung. Im Falle von Thyatria ist es, dass man „Isebel“ duldet, eine Prohetin, bei Pergamon ist es, dass sich dort die Lehre Bileams „der den Balak lehrt“ hält. Beendet wird es immer mit einem „Wer Ohren hat, der höre“ und einem weiteren Tipp. Das ist alles sehr schematisch und ausgeglichen.

Makkabäer: Der stinkende Antiochus will nun als Furcht vor weiteren Strafen alles rückgängig machen und verspricht jetzt u.a. Geschenke für den Tempel. Er schreibt sogar eine Bittschrift an die Juden. Aber „Gottes gerechtes Gericht“ sorgt für: „So litt denn der Mörder und Gotteslästerer so große Schmerzen, wie er sie anderen angetan hatte, und starb eines jämmerlichen Todes“. Judas und seine Leute ‚erobern‘ den Tempel zurück, reinigen ihn, weihen ihn neu, bringen Opfer und feiern. Nachfolger von Antiochus, der eigentlich Antiochus Epiphanes heißt, wird Antiochus Eupator. Unter ihm wird Georgias Befehlshaber von Zypern. Zusammen mit den Idumäer machen sie den Juden das Leben schwer. Aber, wie schon gehabt, Judas überlistet sie und gewinnt die Auseinandersetzung auch später gegen Timotheus. Da aber mit Hilfe einer Erscheinung für die Feinde, die darüber erschrecken.

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