Ps 39,8-14; 1. Mose 49,29-2. Mose 2,10; Mk 11,1-33

Psalm: Und plötzlich taucht doch eine recht interessante Stelle auf: „Wenn du den Menschen züchtigst um der Sünde willen, / so verzehrst du seine Schönheit wie Motten ein Kleid“. Das ist wirklich mal geschickt argumentiert, denn immerhin kommt die Schönheit des Menschen von Gott -und warum sollte er sie zerstören? Eine auch katholische Antwort ist: Weil der Mensch von ihm selbst stammt und er daher mit seinem ‚Eigentum‘ tun kann, was er will. Es gibt aber auch andere Einstellungen, die diesen Vers zu Gunsten des Menschen auslegen.

Mose: Jakob / Israel stirbt. Er wird, wenn ich das richtig verstehe, nicht nur gesalbt sondern auch einbalsamiert (schließlich will er ja nicht in Ägypten begraben werden) und „die ‚Ägypter beweinten ihn siebzig Tage“. Der Pharao erlaubt die ‚Ausfuhr‘, mit großem Geleit wird er also an der Stelle begraben, die er schon vor Jahren gekauft hat. Josef beruhigt seine Brüder, dass er seinem Vater geschworen hat nicht böse auf sie zu sein wegen der Vergangenheit. Er stirbt im alter von 110 Jahren und lässt die anderen schwören, dass, wenn sie heimziehen, seine Gebeine mitnehmen. Der Rest der Familie ist sich kräftig am vermehren. Ein neuer König kommt, der von Josef und dessen Familie nix weiß. Der befürchtet, dass Israel zu stark sein werden könnte und knechtet sie mit Frondiensten und allerlei Dingen mehr. Auch ergeht der Befehl an die zwei (!) Hebammen, dass sie bei hebräischen Frauen die frisch geborene Söhne umzubringen hätten. Die verweigeren sich dem Befehl mit dem durchaus geschickten Argument, die hebräischen Frauen seien sehr kräftig und „ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie geboren“. Also ergeht allgemein der Befehl, alle neuen Söhne in den Nil zu werfen. Auch der Sohn eines Mannes und einer Frau vom Hause Levi. Die Mutter versteckt ihn drei Monate, bastelt dann ein Kästchen von Rohr und legt den Knaben da rein und das Kästchen in den Schilf vom Nil. Das sieht eine Frau. Zufällig findet die Tochter des Pharao das Kästchen, zufällig ist die Beobachterin auch gerade da die empfiehlt, eine hebräische Frau zu besorgen, die das Kind säugen könnte, und zufällig nimmt empfiehlt sie natürlich die Mutter des Kindes. Als der Knabe groß ist, bringt die Mutter es der Tochter des Pharaos „und sie nannte ih Mose; denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen“.

Markus: Einzug Jesus‘ auf einem Füllen in Jerusalem. Im Tempel räumt Jesus dann erstmal auf denn „mein Haus soll ein bethaus heißen … Ihr aber habt eine Räuberhöle darasu gemacht“ was jetzt bei den Schriftgelehrten so gut nicht ankommt. Zuvor war Jesus zu einem Feigenbaum gekommen, der aber keine Frucht trug. Zu ihm spricht er: „Nun esse niemand mehr eine Frucht von dir in Ewigkeit“. Einen Tag später ist der Baum verdorrt. Ist das nicht eine Verfluchung? Und das von Jesus? Den Aspekt hatte ich bisher noch nie gehört bzw. gelesen. Auf Nachfrage der Jünger begündet er es, dass der Glaube eben Berge versetzen kann, oder, theologischer: „Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubt nur, dass ihr’s empfangt, so wird’s euch zuteil werden“. Die Hohenpriest wollen Jesus zur Rechenschaft wegen der Sache im Tempel ziehen und fragen, mit welcher Vollmacht er sich erlaubt hat, das zu tun. Er wird ihnen das gerne beanworten, wenn, ja wenn sie ihm zuerst etwas beantworten: „Die Taufe Johannes – war sie vom Himmel oder vom Menschen?“ Darauf wollen sie nicht antworten, denn „sie hielten alle Johanes wirklich für einen Propheten“ worauf Jesus konsequent bleibt und zu ihnen spricht: „So sage ich euch auch nicht, aus welcher Vollmacht ich das tue“.

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